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Projekt: Kindererholung

2001

Für den Sommer des Jahres 2001 war von der Universität Gomel leider keine Grabungsgenehmigung und Unterstützung für das Objekt Zborow zu erhalten. Daher musste recht kurzfristig umgeplant werden. Das diesjährige Camp soll gemeinsam mit Archäologen der Akademie der Wissenschaften Minsk durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um die Fortsetzung einer Grabung im Urstromtal des Dnepr unweit der Kreisstadt an einer frühen bronzezeitlichen Siedlungsstätte.

Neu wird die Teilnahme von deutschen Jugendlichen sein.

In Zusammenarbeit mit dem Verein "Kinderland Halle e.V." wurde unter Federführung dieses Vereins und gemeinsam mit dem Rogatschower Jugendverband ein Jugendaustausch organisiert. 25 Kinder und Jugendliche (plus Betreuer) kommen ab 02. Juli für vier Wochen zur Erholung nach Deutschland, die ersten beiden Wochen in das Kindererholungszentrum Arendsee und anschließend in das Kindererholungszentrum Güntersberge (Harz). Mit dem Bus, der diese Kinder nach Deutschland bringt, fahren anschließend ca. 30 deutsche Kinder (+ Betreuer) nach Rogatschow, um an der archäologischen Expedition teilzunehmen. Diese Reise war im Ferienangebotsheft von Kinderland Sachsen-Anhalt e.V. ausgeschrieben, um so überraschter waren wir, welcher Run auf dieses Ferienangebot einsetzte. Ursprünglich war geplant, mit 10 bis 12 Kindern zu fahren, auf Grund der übermäßigen Nachfrage beschlossen die drei beteiligten Organisatoren, die Platzzahl zu erhöhen. Für die deutschen Kinder fand in der ersten Aprilwoche ein Informations- und Trainingswochenende in Döllnitz statt. Hier erfuhren sie nicht nur, was sie vor Ort erwartet, sondern es wurde Zeltaufbau, Anlegen von Kochstellen usw. trainiert und die Teilnehmer lernten sich kennen.

Auf Grund der hohen Teilnehmerzahl musste das Projekt nochmals modifiziert werden, eine derartig hohe Anzahl von Personen (es kommen ja auch noch etwa 15 belorussische Kinder dazu) an nur einer Grabungsstätte ist nicht machbar.

Die Akademie der Wissenschaften hilft, indem sie zusätzliche Fachkräfte zur Verfügung stellt und in unmittelbarer Nähe eine zweite Grabungsstelle eröffnet. Verantwortlich für die materiell-technische Ausstattung ist unser Verein. Geplant ist also, die deutschen Kinder für die drei Wochen ihres Aufenthaltes in Rogatschow in drei Gruppen zu teilen. Zwei Gruppen nehmen an der Ausgrabung (Objekt I + II) teil, die dritte Gruppe ist zur Erholung im ehemaligen Pionierlager am Drutj, jeweils nach einer Woche wird gewechselt. Einen Teil der Betreuung übernimmt der belorussische Jugendverband, so ist wohl für die einzelnen Gruppen u.a. eine Fahrt nach Gomel oder Minsk geplant sowie eine Abenteuerflossfahrt (mit selbst zu bauendem Floss) auf dem Dnepr.

Die Versorgung und Verpflegung der deutschen Kinder übernimmt Kinderland Halle e.V., die der belorussischen Kinder der arch. Expedition unser Verein. Weiterhin ist für die technische Ausrüstung der beiden Grabungsstellen (vom Zelt bis zum Pinsel oder Verpflegung) unser Verein zuständig. Die fachliche Leitung und Anleitung liegt in Händen der Akademie. Dazu wurde mit der Akademie der Wissenschaften ein Vertrag abgeschlossen, der nicht nur auf dieses Jahr beschränkt ist.

Zur Zeit werden die Materialien beschafft, vom Spachtel über Maßbänder bis zum Millimeterpapier und Eßbesteck.

Ergänzung:

Das Camp konnte leider nicht so wie geplant durchgeführt werden. Da die Zusagen der Stadtverwaltung zur Unterstützung nicht gehalten wurden, sondern ganz im Gegenteil teilweise versucht wurde, eine Durchführung zu erschweren, war eine Nutzung des Pionierlagers nicht möglich. Dies obwohl wir für die Nutzung bezahlen wollten (und zwar mehr, als ein Platz für ein belorussisches Kind gekostet hätte). Auch die Flossfahrt wurde dem Jugendverband untersagt. Im Ergebnis war die gesammte deutsche Gruppe gemeinsam im Camp in der Nähe der Ausgrabungsstätte.

Näheres zum Camp unter hier

Arbeitskreis humanitäre Projekte e.V.
Amtsgericht Köthen VR 409
Jörg Müller   Radegaster Straße 14    D-06369 Weißandt-Gölzau