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Spendenaufruf

Liebe Freunde,

Wir, das medizinische Personal des Gebietskinderkrankenhauses in Mogiljow/Weissrussland, sowie die Eltern der im Krankenhaus zu behandelnden Kinder, haben von Ihrer wohltätigen Arbeit, die die kranken, behinderten und notleidenden Kinder unterstützt, viel gehört.

Die humanitäre Arbeit in Weissrussland ermöglicht nach wie vor, wichtige medizinische Projekte umzusetzen. Wegen der gegebenen wirtschaftlichen Situation wären viele ärztliche Leistungen ohne die humanitäre Hilfe aus Deutschland und dem übrigen Westeuropa nicht mehr möglich.

Die Gesundheitsprobleme wegen der schlechten sozialen Situation für 1,2 Mio. Einwohner des Mogiljower Gebietes, davon 245.000 Kinder, haben sich durch die Tschernobyl-Folgen verschärft: 14 Behinderte pro 1000 Kinder.

Die Ärzte unseres Krankenhauses bemühen sich, die Situation mit den behinderten Kindern im Griff zu haben, aber die Beobachtungen haben gezeigt, das die effektive und erfolgreiche Hilfe für diese Kinder nur in den ersten Monaten nach der Geburt unter der ständigen Kontrolle des hochqualiffizierten medizinischen Personals möglich sein kann.

In diesen Zusammenhang hat unser Krankenhaus initiiert, in unserem Krankenhaus eine Reha-Station für neurologische- und sensomotorischkranke Kinder im Alter 2 Wochen bis 1 Jahr aus dem ganzen Gebiet einzurichten.

Aus der Analyse der gegebenen Situation mit behinderten Kindern entstand Nachdenken, aus dem Nachdenken ein Konzept, wie wir Ärzte den behinderten Patienten (neurologisch- und sensomotorisch Kranke) in ihrer ersten Lebenphase und deren Eltern helfen könnten.

Doch dazu brauchen wir Erfahrungen, Aus-und Weiterbildung des Personals (z.B. Neurologie, Orthopädie, Akkupunktur, Psychologie, u.s.w.) und Geld.

Die Ärzte des Mogiljower Kinderkrankenhauses möchten Sie um eine Unterstützung bei der Umsetzung des Projektes "Hilfsprojekt für Reha-Station im Kinderkarnkenhaus Mogilew/Weißrußland" bitten und dem Verein unser medizinisches Projekt vorstellen.

Das Kinderkrankenhaus bittet um Verständnis für die schwere wirtschaftliche Situation im Land, die auch viele Probleme in medizinischen Einrichtungen sowie bei den Familie mit schwerbehinderten Kindern hervorruft und hofft auf das Entgegenkommen der Spender und die Unterstützungen des Vereins "Arbeitskreis humanitäre Projekte"

Mit freundlichen Grüßen

Malaschko

Chefarzt des Gebietskinderkrankenhauses Mogiljow

 

"Hilfsprojekt für Reha-Station im Kinderkrankenhaus Mogilew/Weissrussland"

1. Präambel

Das Mogiljower Gebiet (im östlichen Teil der Republik Belarus) wurde sehr stark durch Tschernobyl betroffen. Der Faktor "Tschernobyl" hat zu einer deutlichen Veränderung des Immunsystems bei den Kindern geführt. Der zweite Auswirkungsfaktor: Emissionen der chemischen Betriebe; Mogiljow ist eine der größten Städte der chemischen Industrie in der ehemaligen SU. Die Öko-Maßnahmen können leider wegen der fehlenden Mittel nicht realisiert werden. Die Ärzte stellen doch eine weitere Verschlechterung der Gesundheit der Kinder fest.

Die gegebene soziale, wirtschaftliche und ökologische Situation wirkt negativ auf den Stand der Medizin aus: Finanzierungsprobleme, Versorgungsprobleme, mangelhafte Qualiffizierung des medizinischen Personals, Informationsmangel.

Infolge dessen bleibt die Erkrankungsquote, insbesondere unter den Kindern, von Jahr zu Jahr hoch und beträgt im letzten Jahr 174,4 pro 1 Tausen Kinder, unter den Neugeborenen entsprechend 218,8 pro 1 Tausend, dabei sind im Vordergrund neurologische und sensomotorische Erkrankungen, dann folgen angeborene Entwicklungsfeheler und psychische Erkrankungen.

Die Umsetzung des nachfolgenden definierten Projektes muß schwerbehinderten Kindern zugute gehen und wir wollen diesem Anspruch durch konkretes Handeln gerecht werden.

Wir betrachten dieses Projekt als soziale Aufgabe.

Wir gehen davon aus, daß die Umsetzung des Projektes ausschließlich auf der Grundlage dieser Beschreibung und eventueller Vereinbarung mit der deutschen Seite in den niedergelegten und voneinander abhängigen Projektschritten erfolgen soll, d.h. die Vollendung eines Projektschrittes ist die Voraussetzung für die Einleitung des folgenden Projektschrittes.

Der Erfolg des Projektes hängt bestimmt davon ab, daß die Grundprinzipien offener und objektiver Informationen zur Grundlage dieses Projektes gemacht werden.

Im Voraus danken wir allen Mitgliedern, Freunden und Förderern des Vereins, die vieleicht diese Projekt durch die Bereitstellung der Unterstützung ermöglichen. Wir verpflichten uns, das korrekt und für Dritte transparent und nachprüfbar abzuwickeln und die treuhänderisch zugewiesenen Mittel verantwortlich zweckgebunden, sachbezogen und sparsam einzusetzen.

2. Ziel und Umfang des Projektes

Das Projekt "Hilfsprojekt für Reha-Station im Kinderkrankenhaus Mogiljow/Weißrußland" hat das Ziel des Aufbaus eines Rehasystems für die schwerbehinderten Kinder (neurologische und sensomotorische Erkrankungen) im 1. Lebensjahr unter Berücksichtigung der individuellen Entwicklungsbesonderheiten. Außerdem hat das Projekt das Ziel, ein soziales Netz mit Involvierung der Familie, Privatinitiativen und allen sozialen Behörden aufzubauen und eine Anpassung der Schwerbehinderten dem Alltag sicherzustellen.

Mit Hilfe dieses Projektes können die Therapiechancen für die Kinder deutlich verbessert werden.

Wir wollen der Projektabwicklung die in anderen Ländern vorhandenen Erfahrungen zugrunde legen.

Das Projekt soll wirken auf:

Das Projekt ist langfristig und wird stufenweise abgewickelt. Das Projekt wird hauptsächlich durch das Kinderkrankenhaus finanziert. Da diese Finanzierungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt sind (die Medizin ist staatlich und der Staat ist finanziell am Ende), bitte das Krankenhaus um die Unterstützung dieses Projektes.

3. Grundsätzliche Vorgehensweise für das Projekt

Phase 1: Erstellung des Konzeptes

Eine erste Phase des Projektes soll dazu dienen, auf der Basis der bestehenden baulichen Substanz die Einrichtung der Station vorzubereiten.

Das Konzept soll beinhalten:

- Festlegung der benötigten Flächen und Betten, Umbaumaßnahmen, Beschaffung der Möbel, - Festlegung der langfristigen und kurzfristigen Finanzierungsmöglichkeiten, Erstellung des Personalplans sowie der Spezifikation von benötigten Geräten.

Die Investitionen für die 1.Phase betragen ca.20.000,-$ und sind von dem Krankenhaus möglichst zu übernehemen.

Die 1. Phase hat schon begonnen.

Phase 2: Aus- und Weiterbildung des Personals

Ärzte, Krankenschwestern, Pflegepersonal der einzurichtenden Station neue Therapiemethoden kennenlernen und richtig damit umgehen. Die ausgebildeten Mitarbeiter müssen später als Multiplikatoren sein. Die Aus- und Weiterbildung des Personals kann sowohl in Rußland in den Spezialkliniken als auch in westeurpäischen Spezialeinrichtungen durchgeführt werden, weil wir weder in unserem Krankenhaus noch in anderen weißrussischen Kliniken entsprechende Spezialausstattung für solche Ausbildung haben.

Die Investitionshöhe hängt von der Qualität und Dauer der Aus-und Weiterbildung ab.

In dieser Phase möchten wir um eine finanzielle Unterstützung bitten und sind bereit, den Plan der Aus-und Weiterbildung vorzulegen und abzustimmen.

Phase3: Beschaffung der Geräte

Zeitgleich mit der Aus- und Weiterbildung des Personals kann festgelegt werden, welche Geräte in erster Linie für die Station benötigt werden. Angesichts der auf absehbare Zukunft herrschenden wirtschaftlichen Gegebenheiten richten sich unsere Überlegungen nicht auf die Beschaffung von neuen Geräten, sondern auf die Unterstützung mit gebrauchten Geräten in einer Art Patenschaft seitens deutscher Organisationen.

Wir würden Ihnen für Ihre Vermittlung und Unterstützung dankbar sein.

Phase 4: Ausarbeitung der Kriterien (neurologische und sensomotorische Erkrankungen) für die Auswahl der Kinder, die Rehabilitation brauchen Ausarbeitung der Reha-Programme, unter Berücksichtigung der Welterfahrungen Individuelle Arbeit nach diesen Programmen.

Es wird geplant, daß die Station für 25 Betten ausgelegt wird, davon 15 Betten stationär für die Behandlung der Kinder aus den Regionen des Mogiljower Gebietes, 10 Betten als Tagesstation.

Die Dauer und Methoden einer Behandlung werden individuell von den Ärzten festgelegt. Bei der Behandlung werden bestimmte Methoden den Eltern beigebracht, damit die Eltern richtig mit diesen Methoden selbst umgehen können.

Die Phase ist aus dem Haushalt des Kreisgesundheitsamtes regelmäßig zu finanzieren.

Die Gesamtkosten für das Projekt sind schwierig einzuschätzen (Inflation, nicht stabile Preise u.s.w.).

 

Falls Sie Fragen haben, stehen wir jeder Zeit zu Ihrer Verfügung und sind bereit, Sie immer offen, objektiv, sachlich und verzugslos zu informieren.

In der Hoffnungauf Ihre positive Antwort verbleiben wir

mit feundlichen Grüßen

Dr. Malaschko

Chafarzt des Gebietskinderkrankenhauses

Mogiljow


Arbeitskreis humanitäre Projekte e.V.
Amtsgericht Köthen VR 409
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