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Projekt: Druckerei

Im Sommer 2000 wurden mit der Landkreisverwaltung in Rogatschow Absprachen getroffen, in der Kreisstadt eine kleine Druckerei unter Regie der Stadtverwaltung aufzubauen. Die erforderlichen Genehmigungen aus Minsk liegen dazu vor.

Ausgangssituation:

Im Landkreis gibt es keine öffentliche Druckerei. Im Werk "Diaprojektor" ist eine Hausdruckerei, die verhältnismäßig modern ausgestattet sein soll. Zwar habe ich ein Gespräch (in der Stadtverwaltung) mit dem verantwortlichen der Druckerei gehabt, bin mir aber dennoch über die technische Ausstattung nicht recht im Klaren, soweit habe ich keine konkreten Angaben bekommen. Vermutlich ist sie aber mit einer 2-Farbmaschine GTO ausgestattet. Allerdings ist dies für den Landkreis recht unerheblich, da keine externen Aufträge bearbeitet werden.

Weiterhin gibt es einen Teilbetrieb einer privatbetriebenen Druckerei aus Shlobin (Nachbarkreisstadt). Die in Rogatschow stehende Technik ist aber total veraltet, es handelt sich um einige Buchdrucktiegel und eine Satzmaschine, über die sich hier sicher jedes Museum freuen würde. Im gleichen Gebäude befindet sich eine "Redaktion", die aber der Stadtverwaltung angehört. Hier wird beispielsweise die Landkreiszeitung gemacht, allerdings nur der DTP-Teil. Die Daten werden per Funk nach Shlobin geschickt. Diese "Redaktion" ist technisch sehr gut ausgestatten, sie verfügt über gute PC-Technik und moderne Software, im Juli 2000 wurde mit Corel Draw 9.0, Photoshop 5.5 und Pagemaker 6.5 (alles russische Versionen) gearbeitet, für kleinere Strichvorlagen konnten Lasermattfilme hergestellt werden.

Die Druckereierzeugnisse für den städtischen und Landkreisbedarf werden jedoch in einer Druckerei in Gomel (ca. 125 km) hergestellt, dabei ist der Zeit- und Kostenfaktor nicht unerheblich. Bei dem Bedarf für die Verwaltung handelt es sich fast ausschließlich um Einfarbprodukte im Maximalformat DIN A4.

Mit dem Aufbau einer eigenen Kleindruckerei sind nicht nur erhebliche Kosteneinsparungen zu erwarten, sondern vor allem auch eine erheblich bessere Flexibilität. Da die Druckvorstufe durch die städtische "Redaktion" problemlos von der Kapazität her mit übernommen werden kann, ist zum Betrieb der Druckerei lediglich eine zusätzliche Arbeitskraft erforderlich.

Ausstattung:

Die Ausstattung wird sich in der ersten Stufe beschränken auf die unmittelbare Druchvorstufe (Plattenherstellung) und Drucktechnik. Diese als 1-Farbtechnik im Format A4+.

Für die Plattenherstellung wird auf das Copyrapid-System zurückgegriffen, dies ist in der Aufbauphase und für das zu erwartende Arbeitsaufkommen am preiswertesten, alle Materialien einschl. der Chemie sind in Belarus verfügbar.

Die Drucktechnik besteht aus einer Rotaprint R 40 A mit automatischer Farbgebung und Feuchtung. Zweifarbdrucke sind mit dieser Maschinen problemlos möglich, sie ist recht robust und wenig störanfällig. Weiterhin kommen noch vier Rotaprint Tischoffsettmaschinen dazu, wobei allerdings zwei nur als Reserve und Ersatzteilspender geplant sind. Für Kleinstaufträge im Auflagenbereich 100 bis 1000 wird die Ausstattung durch Risographietechnik ergänzt.

Der Transport der Technik erfolgt mit dem Ostertransport 2001, die Einrichtung und Inbetriebnahme ist für Mai 2001 geplant.


Arbeitskreis humanitäre Projekte e.V.
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