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Projekt: STOMATOLOGISCHES ZENTRUM

Projektvorhaben:

Ursprünglich war folgendes geplant: Von der Stadt angemietete Räumlichkeiten werden komplett saniert und entsprechend der medizinischen Erfordernisse umgebaut. Als Räumlichkeiten bot sich ein Teil des 4. Kindergartens an, durch Art und Lage ist dieser Standort besonders geeignet, es würden dort auch die geringsten Umbaukosten entstehen. In diesem Gebäude sollte dann das Stomatologische Zentrum eingerichtet. Für dieses Projekt sollte die gesamte technische Ausstattung gestellt und die Kosten des Umbaues übernommen werden. Da das Zentrum von selbständig niedergelassenen Ärzten geführt werden sollte, war davon auszugehen, sich das Projekt nach einer geringen Startphase selbst tragen könnte.

Es gab bereits einen vorbereiteten Vertrag mit der Abt. Volksbildung (als Träger des Kindergartens und des Gebäudes), in dem sowohl die Mietkonditionen als auch die durch die Praxis zu erbringenden Leistungen (Vorträge, Dauer der kostenfreien Arbeit usw.) festgelegt war, als in der letzten Genehmigungsinstanz die Stadtverwaltung den Vertragsabschluß untersagte. Zu diesem Zeitpunkt waren die stomatologischen Einrichtungen bereits der Stadt übergeben worden. Es wurde festgelegt, dass dieses Projekt nicht weiter als humanitäres Projekt durchgeführt wird, sondern als staatliches Projekt durch den Landkreis. Nach den bereits existierenden Plänen wurde dann auch dort an Ort eine zahnmedizinische Einrichtung geschaffen, die jedoch dem ursprünglichen Konzept nicht gerecht wird.

Daher wurde beschlossen, zur Umsetzung des Vorhabens unabhängig von der Stadtverwaltung und nur in Zusammenarbeit mit dem in Rogachev ansässigen humanitären Verein und der Abteilung Volksbildung ein vollkommen neues Objekt zu schaffen. Dies ist zwar der kostenintensivere Weg, allerdings weitgehend unabhängig von der lokalen Bürokratie.

Im Sommer 2002 wurde daher in der Kreisstadt in günstiger Lage ein größeres Grundstück erworben auf dem eine neue Poliklinik errichtet werden soll. Nach dem derzeitigen Stand der Planung wird das Gebäude eine Grundfläche von 250 qm haben und in der Endphase Arbeitsplatz für vier Zahnärzte und einen Zahntechniker bieten. Besonderer Augenmerk wird darauf gelegt, dass alle Einrichtungen auch behindertengerecht ausgelegt sind. Da das Hauptproblem hier in der Finanzierung liegt, ist mit einer Inbetriebnahme erst in etwa vier bis fünf Jahren zu rechnen.

Für den "Übergangszeitraum" wird mit einer kleineren Einrichtung im Stadtzentrum begonnen, die zunächst mit einer Zahnärztin arbeitet. Dazu wurden bereits Räume in der vorgeschriebenen Größe angemietet, die ab Ende des Jahres umgebaut und den Erfordernissen angepasst werden. Hier kommt es darauf an, sowohl die staatlichen Normen zu erfüllen, als auch eine modern ausgestattete Einrichtung zu schaffen.

Die belorussischen Normative sind speziell im Bereich der Sterilität erheblich höher als die deutschen Normative. Hinzu kommt, dass der chirurgische Bereich strikt abgetrennt sein muss, also – um es mal laienhaft auszudrücken – auf dem Stuhl, an dem die normale Zahnbehandlung durchgeführt wird (einschl. prophylaktischer Tätigkeit), darf kein Zahn gezogen werden. Dies bedeutet, dass wesentliche Ausrüstungen doppelt vorhanden sein müssen.

Nach dem gegenwärtigen Stand wird diese erste Einrichtung etwa Ende Frühjahr 2003 die Arbeit aufnehmen. Gemeinsam mit anderen Zahnärzten der Region soll ein Prophylaxeplan erarbeitet werden.

Dieser Plan beinhaltet

Speziell zu ersterem Punkt gibt es allerdings noch keine Lösungsansätze.


Arbeitskreis humanitäre Projekte e.V.
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