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Projekt: STOMATOLOGISCHES ZENTRUM

Nachdem der Sommer 2002 genutzt wurde, ein passendes Grundstück zu suchen, wurde am 16. Oktober 2002 in der Kreisstadt in günstiger Lage ein größeres Grundstück erworben auf dem eine neue Poliklinik errichtet werden soll. Nach dem derzeitigen Stand der Planung wird das Gebäude eine Grundfläche von 250 qm haben und in der Endphase Arbeitsplatz für vier Zahnärzte und einen Zahntechniker bieten. Besonderer Augenmerk wird darauf gelegt, dass alle Einrichtungen auch behindertengerecht ausgelegt sind.

Für den "Übergangszeitraum" wird mit einer kleineren Einrichtung im Stadtzentrum begonnen, die zunächst mit einer Zahnärztin arbeitet. Dazu sollten parallel Räume in der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Größe angemietet werden, die ab Ende 2002 umgebaut und den Erfordernissen angepasst werden sollten. Hierzu wurde bereits ein Vorvertrag geschlossen, der die Räumlichkeiten sichern soll. Allerdings zog sich die Phase der Registrierung sehr lange hin, bis zum Ende des Jahres. Mitte Dezember 2002 trat in der Republik Belarus ein neues Dekret in Kraft, dass die Registrierung von Vereinen und privaten Unternehmungen neu regelte. Dies bedeutete, die gesamte Registrierungsprozedur von Beginn an neu zu betreiben. Hauptschwierigkeit hierbei war die Zielsetzung, das Projekt über einen multinationalen humanitären Verein laufen zu lassen, der aber gleichzeitig auch wirtschaftlich tätig sein kann, da eine medizinische Versorgung ausserhalb des staatlichen Bereich eine wirtschaftliche Tätigkeit darstellt.

Außerdem kam für uns erschwerend hinzu, dass die staatlichen Stellen, einschließlich des Justizministeriums, offensichtlich mit der Registrierung von gemeinnützigen Vereinen mit ausländischen (hier deutschen) Mitgliedern über keinerlei Erfahrungen verfügten und anscheinend jeder Verantwortliche die gesetzliche Grundlage anders interpretiert. Ein Teil der Unterlagen musste oft mehrmals und immer wieder in anderer Fassung eingereicht werden, was nicht nur Zeit und Treibstoff kostete, sondern vor allem viel Nerven.

Damit allerdings verzögert sich auch der Zeitpunkt für die Eröffnung der ersten Praxis, da der eigentliche Mietvertrag nur nach endgültiger Eintragung, also Registrierung einer juristischen Person abgeschlossen werden kann und erst danach die erforderlichen Um- und Ausbaumaßnahmen beginnen können. Hier wiederum ist das Problem, dass die Einrichtung den gesetzlichen Normativen entsprechen muss, die von der örtlich zuständigen staatlichen Stelle (Gesundheitsamt) abgenommen wird, konkrete Vorgaben sind dort jedoch kaum zu erhalten.

Das "neue" Objekt
Die alten Innenräume
Baubeginn
Januar 2004
März 2004
April 2004

Arbeitskreis humanitäre Projekte e.V.
Amtsgericht Köthen VR 409
Jörg Müller   Radegaster Straße 14    D-06369 Weißandt-Gölzau