Home / Verein / Projekte /

Projekt: STOMATOLOGISCHES ZENTRUM

Es wird beabsichtigt in der Stadt Rogatschow für den Landkreis ein Zentrum für Stomatologie zu errichten.

Mit diesem Projekt wird angestrebt, durch prophylaktische Maßnahmen in der Stomatologie das Niveau der medizinischen Grundversorgung in dieser Region effektiv zu erhöhen, gleichzeitig soll dies eine Mustereinrichtung für andere Landkreise der Republik Belarus werden. Die Prophylaxe und medizinische Grundversorgung sollen zu einer verstärkten Sensibilisierung im Bereich Zahnheilkunde beitragen, sowie eine medizinische Grundversorgung in dieser Region sichern.

Zu diesem Zweck sind Schulungen und regelmäßige effiziente prophylaktische Untersuchungen in den Kinder- und Jugendeinrichtungen geplant. Die medizinische Grundversorgung ist gut, zumindest stehen ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung. In der Kreisstadt gibt es eine stomatologische Poliklinik mit etwa 10 bis 12 Zahnärzten und auch im etwa 15 Kilometer entfernten Sanatorium mehrere stomatologische Einrichtungen mit drei Zahnärzten. Zusätzlich sind auch im Werk Diaprojektor noch Zahnärzte tätig.

Der absolute Schwerpunkt liegt in diesen Einrichtungen allerdings in Schmerzbehandlung und Sanierung, präventive Maßnahmen werden aus Kostengründen nicht durchgeführt.

Der allgemeine Gesundheitszustand nach Einschätzung dort tätiger Zahnärzte auf stomatologischem Gebiet ist absolut unbefriedigend. Wie die stark besuchten zahnärztlichen Ambulanzen und kieferorthopädischen Stationen zeigen, ist hier ein sehr hoher Behandlungsbedarf. Das Thema Prophylaxe wird zur Zeit nur formal behandelt. Die Praxis zeigt, daß diese eher negative Einstellung die Verbreitung und die Häufigkeit von Karies- bzw. anderen stomatologischen Erkrankungen nicht positiv beeinflussen und verändern kann. Gerade auf diesem Gebiet steht Weißrußland auf einem sehr niedrigen Niveau.

Dazu kann festgestellt werden, dass es an der notwendigen Sensibilisierung, aber auch an der erforderlichen Ausbildung auf dem Gebiet der Karies- und Parodontoseprophylaxe fehlt.

Die häufigste aller stomatologischen Erkrankungen, die Karies, ist allerdings nicht allein durch Füllungen u.ä. zu heilen. Dieses Problem bedarf anderer Lösungen.

Das geplante stomatologische Zentrum soll ein Schwerpunkt auf die Prophylaxe setzen. Dabei geht es nicht um absolut neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Gerade in den letzten Jahren hat einer der führenden Stomatologen in Weißrußland, Herr Dr. P.A. Leuss, ein "Nationalprogramm zur Prophylaxe stomatologischer Erkrankungen" erarbeitet, welches drei wesentliche Punkte beinhaltet, die parallel realisiert werden müssen:

Aus wirtschaftlichen Gründen läßt sich dieses Programm jedoch nicht ohne Unterstützung umsetzen. Einer der Schwerpunkte liegt in der Aufklärungsarbeit. Es sind umfangreiche Gruppen- und Einzelgespräche erforderlich, sowie Vorlesungen, Aufklärungsliteratur usw. Zusätzlich sind praktische Übungen (vorrangig mit Kinder und Jugendlichen) und nachfolgende Kontrolluntersuchungen erforderlich. Des weiteren ist die fachliche Weiterqualifizierung der praktisch tätigen Stomatologen erforderlich.


Arbeitskreis humanitäre Projekte e.V.
Amtsgericht Köthen VR 409
Jörg Müller   Radegaster Straße 14    D-06369 Weißandt-Gölzau